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​​​​„Manchmal braucht es auch eine e​rwachsenenfreie Zone“

Jugendarbeit im ASB Kinder- und Jugendh​aus Buttstädt


Das ASB Kinder- und Jugendhaus Buttstädt ist eine von neun Kinder- und Jugendeinrichtungen des Landkreises Sömmerda. Die Räumlichkeiten befinden sich im Coudray-Haus (im Gebäude des alten Förderzentrums) in der Kirchstraße 2 in Buttstädt. Es hat von Montag bis Freitag ab 14.00 Uhr für Kinder und Jugendliche aus Buttstädt und Umgebung geöffnet.

Die Jugendhausleiterin Esther-Johanna Tänzer und die pädagogische Fachkraft Johanna Ludwig schildern ihre Arbeit:​

Sie arbeiten im ASB Kinder- und Jugendhaus Buttstädt. Was ist das besondere an der Einrichtung ?

Das Besondere an unserer Einrichtung ist, dass sie für jeden Geschmack und jede Stimmung etwas anbietet. Das eigene Handy mit der Bluetooth Box verbinden und zur eigenen Musik tanzen oder chillen, an verschiedenen Konsolen eine große Auswahl an Spielen zocken, Tischkicker, Darts oder Billard nutzen, das alles ist in einem Bereich der Einrichtung möglich. Im anderen Bereich geht es ruhiger zu, dort kann nach einem harten Schultag gedöst werden, Gesellschaftsspiele gespielt, gebastelt, gemalt oder sich einfach unterhalten werden. Auch Hausaufgaben zu erledigen ist möglich.

Ebenfalls steht uns eine Küche zur Verfügung, in der regelmäßig gekocht und gebacken wird, ein großer Raum für Veranstaltungen und ein Innenhof, in dem in den warmen Monaten regelmäßig gesonnt, Tischtennis gespielt, gegrillt oder an der Feuerschale gesessen wird.

Natürlich unternehmen wir auch schöne Ausflüge außerhalb der Einrichtung und in den Ferien finden regelmäßig besondere Aktionen (z.B. Graffiti-Projekt, Karaoke, Übernachtung, Bauernhofbesuch, Partys etc.) statt.

Mit welchen Akteuren arbeiten Sie besonders eng zusammen?

Wir, als Kinder- und Jugendhaus, sind eng in das Stadtgeschehen in Buttstädt eingebunden. Wir stehen in enger Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister, der Stadt/Landgemeinde (z.B. durch Teilnahme an den hiesigen Festen), mit den Schulsozialarbeiter*innen der örtlichen Schulen und mit dem Buttstädter Freibad, in dem im Sommer auch Aktionen des Kinder- und Jugendhauses stattfinden.

Auch ist eine Vernetzung zu den Beratungsstellen vorhanden.

Als Mitarbeiter*innen stehen wir zudem im ständigen Austausch mit anderen Einrichtungen und Akteur*innen der Jugendhilfe.

Welche Angebote werden am meisten von den Jugendlichen angenommen?

Die jüngeren Kids nutzen gern das kreative Bastel- und Malangebot, die älteren Kids spielen gern an der Konsole und hören ihre Musik.

Was alle gern tun, ist das Koch- und Backangebot wahrzunehmen, im Hof an Feuerschale oder Grill zu sitzen sowie die Ausflüge und die Aktionen im Freibad wahrzunehmen.

 

Was ist Ihrer Meinung nach wichtig in Ihrer Arbeit mit jungen Menschen?

Das Wichtigste an unserer Arbeit ist, dass unsere Besucher*innen in alle Entscheidungen eingebunden werden und ihre Meinung berücksichtigt wird. Im Grunde geht es sogar darüber hinaus, die Kids gestalten nicht nur die Planung und Durchführung der Angebote und Aktionen aktiv mit, sondern äußern eigene Vorschläge und Wünsche, die dann (sofern umsetzbar) auch grundsätzlich realisiert werden.

Außerdem ist uns bei unserer Arbeit wichtig, dass unsere Besucher*innen sie selbst sein können bei uns. Alle Angebote sind grundsätzlich auf freiwilliger Basis, jede*r kann teilnehmen, aber muss es nicht und unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Neigungen und Interessen kann sich jede*r bei uns einbringen und frei entfalten.

Wichtig zu erwähnen ist auch noch, dass wir unter Schweigepflicht stehen und somit unsere Besucher*innen auch die Möglichkeit haben, vertraulich mit uns über Sorgen und Probleme zu sprechen und Hilfe zu erhalten, wenn sie dies möchten.

Was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit?

Es fasziniert uns, wie facettenreich unsere Arbeit ist. Von vertraulichen Gesprächen bis hin zur „Erwachsenenfreien-Zone“, von kreativer Ruhe bis zu lauter Musik und Action, von „Drinnenaktionen“ bis „Draußenaktionen“. selten gestaltet sich ein Tag wie der andere. Das macht unsere Arbeit im positiven Sinne unglaublich abwechslungsreich und interessant und manchmal auch überraschend.

Gibt es eine Sache, die Sie besonders gerne mit den Kindern und Jugendlichen machen?

Das ist schwer zu benennen, da uns alles viel Freude bereitet und auch von den Kids gerne gemacht wird. Besonders schön sind auf jeden Fall die gemeinsamen Ausflüge, die Fahrten sind immer sehr lustig und es ist schön mit anzusehen, wie sich die Kids über die neuen Eindrücke freuen.

Wenn Sie einen Wunsch in Ihrer Arbeit frei hätten, welcher wäre das?

Die Kids würden ganz deutlich sagen: „Ein eigener Pool im Kinder- und Jugendhaus“. Wir als Mitarbeiterinnen würden uns ganz aktuell wünschen, dass wir ganz bald wieder alle Angebote, fernab von Covid-19, ermöglichen und durchführen können.