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Geschichte, Landschaft, Kultur – Wohlfühlen im Thüringer Becken…

​​​​Geschichtsregion

​Günstige klimatische Bedingungen und fruchtbare Böden waren gute Voraussetzungen für eine frühe Besiedelung der Region. Die Funde von Skelettresten eines steinzeitlichen Menschen bei Bilzingsleben bis hin zur Blütezeit der ludowingischen Landgrafen mit einer ihrer Residenzen in Weißensee sind Beispiele einer alten und facettenreichen Kulturlandschaft.

Das mächtigste Herrschaftsgeschlecht des Mittelalters​ im Landkreis waren die Landgrafen von Thüringen aus dem Hause der Ludowinger. Bedeutendstes Ergebnis ihrer Tätigkeit war der Bau der Runneburg sowie die Gründung der Städte Weißensee, Kindelbrück und Buttstädt. Die Runneburg war neben der Wartburg und der Neuenburg die wichtigste Burg der Landgrafen in Thüringen. Anfang des 13. Jahrhunderts stand die Burg mehrfach im Mittelpunkt der staufisch-welfischen Auseinandersetzungen um die Macht im Deutschen Kaiserreich.

Die im 19. Jahrhundert einsetzende Industrialisierung spiegelt sich vor allem in der Entwicklung der Stadt Sömmerda wieder. Nicolaus von Dreyse (1787-1867), der Erfinder des Zündnadelgewehrs, bewirkte mit seinen unternehmerischen Fähigkeiten, dass sich die Stadt schon frühzeitig zu einem Industriestandort entwickelte. Im Jahre 1869 rollte der erste Zug auf der Strecke Erfurt-Nordhausen durch den Landkreis. 

Nach 1945 wurden neue Wirtschaftszweige aufgebaut, die teilweise aus enteigneten Privatbetrieben hervorgingen. Erwähnenswert sind vor allem das Funkwerk in Kölleda und die Konservenfabrik in Buttstädt. Der bis 1989 bedeutendste Betrieb der Region war das Büromaschinenwerk in Sömmerda. Die Tradition der Büromaschinen- und Computerfertigung in Sömmerda wird seit 1990 durch Fujitsu Siemens Computers fortgesetzt.

Kleine Heimatstuben und Museen bewahren Tradition der Region und vermitteln einen umfangreichen Einblick in die Vergangenheit.


Weiter zur regionalen Heimatgeschichte: Sömmerdaer Heimathefte

Weiter zum PDF: 200 Jahre Industriegesch​ichte ​​​

 
​​​​​Willkommen in der Steinzeit
 

Bilzingsleben, ein kleiner Ort in Thüringen, wurde weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, als im ortsnahen Steinbruch die ersten Fossilreste des Urmenschen entdeckt wurden. Die Knochenfunde des Homo erectus wurden auf ca. 370.000 Jahre datiert.

​​​​​Schloss Beichlingen
 

Vom Schloss Beichlingen, dem ehemaligen Residenzschloss der Grafen von Werthern, lassen sich interessante Wanderrouten durch 8.000 Hektar Wald und Flur planen und der „Alte Wald“ der Hohen Schrecke erwandern. Im Schloss finden kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen und Konzerte statt. Eine Führung kann über den Förderverein gebucht werden.​​

​​​​​​​​​​Leubinger Heimatstube und bronzezeitliches Fürstengrab
 

​Im alten Leubinger Pfarrhaus (erbaut 1715) richteten die Heimatfreunde Leubingen detailgetreu eine wunderschöne Heimatstube ein. Neben Heimatgeschichte gibt es auch die Nachbildung eines bronzezeitlichen Fürstengrabs zu sehen, dass unweit von Leubingen entdeckt wurde und noch heute einen imposanten Eindruck des Aufwands, der für seine Errichtung vor gut 4.000 Jahren betrieben wurde, vermittelt.​

​​​​​Buttstädt / Ca​mpo santo
 

Der jährlich stattfindende Pferdemarkt in Buttstädt lockt tausende Besucher in die pittoreske Kleinstadt. Geschichtlich bedeutende Bauten beherbergen immer wieder Theatervorstellungen und kulturelle Veranstaltungen. Herausragend ist der historische Friedhof „Campo santo“, den man nach vorheriger Anmeldung auf eigene Faust oder mit einem ortskundigen, ehrenamtlichen Führer entdecken kann.​


 

​​​​​Landgrafenstadt Weißensee
 

Um 1200 entstand die Stadt Weißensee. Als Wiege des Reinheitsgebots von Bier (1434)​ kann das Städtchen auf eine lange kulinarische Tradition zurückblicken. Mit der Runneburg befindet sich in Weißensee eine der geschichts-trächtigsten Bauten der Region.​​

​​​​​Kloster Werningshausen
 

Der kleine Ort wartet mit einer religiösen Besonderheit auf. Hier gibt es ein approbiertes lutherisches Kloster benediktinischer Ausrichtung. Im Priorat Sankt Wigberti beten, leben und arbeiten evangelisch-lutherische, römisch-katholische und orthodoxe Mönche nach den Regeln des Heiligen Benedikt.​ Es gibt Übernachtungsmöglichkeiten für Pilger, Radfahrer und Wanderer.​​​

​​​​​​​​​​Schloss Kannawurf
 

​Unweit der Thüringer Pforte ist das Schloss Kannawurf als Ausflugsziel bekannt. Mit der Gründung des Künstlerhauses Thüringen im Jahr 2007 erhielt das historische Ensemble eine neue Perspektive, die immer mehr Menschen anzieht. Mit Konzerten, Theaterabenden und Ausstellungen ist das Künstlerhaus seit 2008 in der Region präsent. Die Räumlichkeiten bieten einen spannungsreichen Rahmen für vielfältige künstlerische Auseinandersetzungen, als Proben- und Arbeitsort für Maler, Schauspieler und Musiker. Künftig soll ein Renaissancegarten das historische Ambiente ergänzen.​

​​​​​Sömmerda / Dreysehaus
 

Im Jahre 876 wurde Sömmerda erstmals urkundlich erwähnt. Sömmerda verfügt über das älteste Dorfsiegel Thüringens aus dem Jahr 1369. Maßgebliche Bedeutung errang das einstige Ackerbürgerstädtchen zur Zeit der industriellen Revolution. Über die Entwicklung zum Industriestandort, die Nicolaus von Dreyse mit der Erfindung des Zündnadelgewehrs um 1827 begründete, informiert das Historisch-Technische Museum im Dreysehaus. Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen locken jedes Jahr viele Besucher in die Kreisstadt.​