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​„Eine gute Beziehung ist essenziell für eine funktionierende Jugendarbeit“

Jugendarbeit in der Stadt Weißensee und der VG Kindelbrück

 

​In der Stadt Weißensee und in der Verwaltungsgemeinschaft Kindelbrück ist in Trägerschaft des THEPRA Landesverband Thüringen e.V. die Bereichsjugendpflegerin Anna Zweig (Foto) zuständig.


In Kindelbrück befindet sich im Mehrgenerationenhaus (MGH), Thomas-Müntzer-Straße 1, eine von neun Kinder- und Jugendeinrichtungen des Landkreises Sömmer-da. In der Stadt Weißensee können die Kinder und Jugendlichen in einem neu eingerichteten Kontaktbüro Beratungsangebote mit Anna Zweig in Anspruch nehmen sowie neue Projektideen besprechen. Der Jugendclub im MGH Kindel-brück ist regulär mittwochs und donnerstags von 16.00 bis 18.00 Uhr für Kinder und Jugendliche geöffnet.

Sie arbeiten im Kontaktbüro Weißensee sowie im Jugendclub Kindelbrück. Erzählen Sie uns, was das besondere an den Einrichtungen ist?

In der VG Kindelbrück arbeite ich mit im Mehrgenerationshaus. Hier ist mit einem Saal und zwei großen Küchen viel Platz zum Kochen, Tanzen und kreativen Angeboten. Nun sollen die Jugendlichen auch einen eigenen Raum im Haus bekommen. Praktisch ist, dass sich neben dem MGH die Turnhalle der Grundschule befindet. Diese dürfen wir zu festen Zeiten nutzen.

In Weißensee habe ich mit Jugendlichen ein Kontaktbüro, angegliedert an die Runneburg, eingerichtet. Die Räume sind sehr gemütlich. Unter anderem befindet sich hier das Projekt Media.labs. der Stiftung lesen mit hochwertiger technischer Ausstattung und den neuesten Zeitschriften und Büchern. Neben dem Kontaktbüro nutze ich auch den Campingplatz in Weißensee für die Kinder-und Jugendarbeit. Mitten in der Natur mit Lagerfeuerstelle, Bastelraum und Töpferofen finden hier Workshops und Ferienfreizeiten statt.

Ich möchte die Jugendarbeit an den beiden Standorten nicht getrennt voneinander betrachten. Alle Angebote stehen für alle Jugendliche der Region zur Verfügung. Die Jugendlichen aus den Orten der Verwaltungsgemeinschaft hole ich dann oft ab.


 

Mit welchen Akteuren arbeiten Sie besonders eng zusammen?

Ich arbeite eng mit Claudia Ziegenhorn, der Schulsozialarbeiterin der Regelschule Weißen-see, zusammen. Sie ist in all meine Projekte involviert und steht mir immer tatkräftig zur Seite.

Im regen Austausch stehe ich auch mit Pfarrer Markus Hille. Er ist in der kirchlichen Jugend- arbeit sehr engagiert.

Grundlegend sind alle Akteur*innen der Kinder- und Jugendarbeit in einem Jugendnetzwerk des Landkreis Sömmerda verbunden. Hier können größere Aktionen wie z.B. die Interkulturelle Woche realisiert werden. Hier erhalte ich wertvolle Tipps und Anregungen.

Welche Angebote werden am meisten von den Jugendlichen angenommen?

Das Graffitiprojekt in den Osterferien und der Töpferkurs im Herbst wurden sehr positiv von den Kindern und Jugendlichen bewertet. Auch bei Wichtelaktionen oder bei der Online-Ferienchallenge haben sich die Jugendlichen gut beteiligt. Die Teilnehmer des Jugendtreffs sind offen für Angebote, kommen mit Ideen und Engagement. Besonders nachgefragt werden Tanz- und Kochprojekte. Da bin ich aktuell bei der Planung.

Was ist Ihrer Meinung nach wichtig in Ihrer Arbeit mit jungen Menschen?

Eine gute Beziehung ist essenziell für eine funktionierende Jugendarbeit. Wie alle Menschen wollen auch Jugendliche wertfrei angenommen und gehört werden.

Ich finde es wichtig, die Kinder und Jugendlichen mit ihren Bedürfnissen und Motivationen zu erkennen und daran anzuknüpfen. Beteiligende Jugendarbeit macht allen Freude.

Was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit?

Mich fasziniert, dass ich mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln Jugendlichen den Rahmen geben kann, sich zu entfalten und über sich hinaus zu wachsen. Es macht mich glücklich zu sehen, wie neue Freundschaften entstehen, Jugendliche sich gegenseitig Hilfe anbieten, wie sie sich plötzlich Dinge zutrauen und das Leuchten in ihren Augen, wenn sie auf ihre Arbeit stolz sind.

Gibt es eine Sache, die Sie besonders gerne mit den Kindern und Jugendlichen machen?

Besonders offen bin ich für Musik-, Kreativ- und Bewegungsangebote wie z.B. Töpfern, Zwei- felderball und vieles mehr.

Wenn Sie einen Wunsch in Ihrer Arbeit frei hätten, welcher wäre das?

Vor allem wünsche ich mir mehr persönlichen Kontakt zu den Jugendlichen und ihren Eltern. Leider konnte ich diesen aufgrund der Kontakt- beschränkungen nicht ausreichend aufbauen. Trotzdem stehe ich für alle Anliegen zur Verfügung und bin immer für Wünsche und Anregungen offen.